EUROSOLAR AUSTRIA

Heiz- und Treibstoffkosten sparen durch erneuerbare Energie

Pressemitteilung

20.11.2005

Heiz- und Treibstoffkosten sparen durch erneuerbare Energie

Utl.: 1. EUROSOLAR-Stammtisch in Heidenreichstein

Am 18.11.2005 fand auf Einladung der Grünen Heidenreichstein der erste EURSOLAR-Stammtisch in Heidenreichstein statt. Um 19:30 begrüßte Grün-Gemeinderat und Mitorganisator Manfred Stattler die rund 40 Besucher im Gasthaus Nöbauer. In der Eröffnung des Abends zeigte er auf, wie wichtig die Energiewende aus Sicht des Klimaschutzes aber auch aus Sicht der Wertschöpfung in der Region und für die Arbeitsplätze ist.

Ing. Martin Litschauer, Vorstandsmitglied von EUROSOLAR AUSTRIA und Mitbegründer der Onlinetageszeitung www.oekonews.at beschäftigte sich in seinem Referat mit den Einsatzmöglichkeiten Erneuerbarer Energie und zeigte auf, wie wichtig der Umstieg auf Erneuerbare Energieträger aus Sicht des Klimaschutzes, des Umweltschutzes, der Wertschöpfung, der Arbeitsplätze und der Versorgungssicherheit sind. Im Referat behandelt Litschauer alle Bereiche, in denen Energie zum Einsatz kommt, vom Strom, über die Wärme bis hin zur Mobilität. Er zeigte auf, dass es wichtig ist, den effizienten Einsatz von Energie zu überprüfen. Bevor der Energieträger gewählt wird, muss der Energiebedarf auf ein Minimum reduziert werden. Dies demonstrierte er am Beispiel des Wohnbaus. Bevor noch eine neue Heizung angedacht wird, müssen alle Maßnahmen wie zum Beispiel Wärmedämmung oder kontrollierte Wohnraumlüftung umgesetzt werden, dadurch reduziert sich auch die Größe der notwendigen Heizung, das spart in Folge Investitionskosten. Im Neubau, oft auch im Altbau, können bereits Nullenergiehäuser umgesetzt werden. Diese brauchen auf Grund der guten Dämmung keine zusätzliche Heizung mehr und „leben“ von der Abwärme von Personen und Geräten sowie von passiven solaren Gewinnen. Durch die Ausstattung mit zum Beispiel Solarstromanlagen können auch so genannte Plusenergiehäuser umgesetzt werden. Diese sind in der Lage mehr Energiegewinne zu erzielen, als über das Jahr verbraucht werden.

Falls doch noch eine Heizung benötigt wird, kann anschließend der Energieträger gewählt werden. Dabei sollte in erster Linie der Einsatz von thermischen Solaranlagen angestrebt werden. Diese haben den Vorteil, dass keine Luftschadstoffe produziert werden und dass die „Preise“ für die Energie nicht weiter steigen, weil die Sonnenenergie kostenlos ist. In Kombination mit Solaranlagen können zum Beispiel Biomasseheizungen zum Einsatz kommen. Ein verstärkter Einsatz von Nah- und Fernwärme kann ebenfalls als Wärmeversorgung angedacht werden. Vom Land NÖ wird der Ausbau dieser Netze gefördert und gerade solche Nah- und Fernwärmenetze eigenen sich dazu, Wärmeenergie aus einem Mix aus Sonnenenergie (z.B. vom Dach des Heizwerkes) und Biomasse zur Verfügung zu stellen. Dabei sollte natürlich auch die Stromproduktion angestrebt werden. Eine Biogas- oder Holzgas-Wärme-Kraft-Kopplung kann dabei die Grundlast übernehmen und gleichzeitig Ökostrom produzieren. Immer häufiger kann man feststellen, dass Erneuerbare Energieträger bereits deutlich günstiger sind als fossile Energien und gerade wegen der zu erwarteten Preissteigerungen sollte jetzt vermehr auf die direkte Nutzung der Sonnenenergie gesetzt werden.

Auch im Bereich der Mobilität gibt es noch viel zu tun aber auch einiges einzusparen. Die die Pflanzenölfahrer bewiesen haben, kann man Pflanzenöl bereits um 60 bis 70 Cent pro Liter beziehen und somit Fahrzeuge kostengünstig betreiben. Durch Umbau der Fahrzeuge ist eine 100%-Nutzung dieses Treibstoffes, der mit Biodiesel nicht verwechselt werden sollte, möglich. Aber auch durch Beimengung zum Diesel kann Pflanzenöl zum Einsatz kommen, dabei sollte man sich allerdings über mögliche technische Probleme im Vorfeld erkundigen. Zurzeit geht man davon aus, dass der Treibstoff in Österreich zu 50% ersetzt werden kann, wenn man die Möglichkeiten zur Biotreibstoffgewinnung aus Pflanzenöl, Biomasse und Biogas voll ausschöpft. Dies macht deutlich, dass es noch andere Alternativen für eine hundertprozentige Energiewende braucht. Das Problem liegt dabei eigentlich beim Verbrennungsmotor, der nur über einen Nutzungsgrad von unter 20% hat, so dass viel Energie in Form von Wärme verloren geht. Durch den Einsatz von Elektromotoren kann der Energienutzungsgrad auf über 90% erhöht werden, wodurch der Primärenergieeinsatz sinkt. Serienautos mit Elektroantrieb können rund 100 km rein elektrisch zurücklegen. Das reicht um 90% der Fahrten in Österreich abzudecken. Durch eine Weiterentwicklung mit einem neuen Hybridsystem könnte diese Reichweite durch zum Beispiel Pflanzenölaggregate technisch leicht verlängert werden. Durch den Ausbau des öffentlichen Verkehrs und durch den Umstieg auf Elektroantriebe kann die Energieversorgung unseres Verkehrs vom Erdöl und Erdgas weggebracht werden. Dies hat nicht nur Vorteile für die Umwelt sondern erhöht auch die Versorgungssicherheit. Der Strom kann dabei aus Erneuerbaren Energiequellen gewonnen werden.

Litschauer abschließend, „Die Energiewende ist eine Notwendigkeit! Aus Sicht unserer Arbeitsplätze, aus Sicht der Umwelt, aus Sicht der Versorgungssicherheit, und für die Erhaltung des Friedens in Europa! Dazu gibt es keine Alternative, das sind wir unseren Kindern schuldig!

Rückfragehinweis: Ing. Martin Litschauer, Tel.: 0676-5032334, e-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!