EUROSOLAR AUSTRIA

Zurückweichen von 120g-Grenze nicht akzeptabel

Wien/ Waidhofen/Th., 07. 02. 2007

 Pressemitteilung

Zurückweichen von 120g-Grenze nicht akzeptabel

Utl.: Weniger CO2-Ausstoss und Energieverbrauch durch Elektrofahrzeuge

Zurzeit wird von der EU-Kommission bei den Autoabgasen ein Abweichen von der 120g-CO2-Grenze (gültig ab 2012) diskutiert. Obwohl der UN-Klimabericht aufzeigt, dass die Klimaänderung rascher voran schreitet als erwartet. Obwohl alle CO2-Bilanzen zeigen, dass der Verkehr eines der Hauptprobleme ist, will die EU-Kommission offenbar einen Kniefall vor der Europäischen Autoindustrie machen und die Grenze auf 130g anheben. Dieser Schritt ist nicht akzeptabel, da schon die 120g (die von der Autoindustrie selber vor Jahren zugesagt wurden) zu hoch sind, um im Verkehr eine Trendwende beim Energieverbrauch und beim CO2-Ausstoss zu schaffen.

 

Wir fordern weitere Absenkung der Abgasgrenze

International haben bereits einige Autohersteller gezeigt, dass durch Hybrid-, aber vor allem durch Elektroantriebe, der Energieverbrauch von PKW´s und damit der CO2-Ausstoss deutlich unter die 120g-Grenze gesenkt werden kann. Wir fordern daher, dass die für 2012 zugesagte und angepeilte 120g-Grenze nicht durch andere Regelungen aufgeweicht und für die Folgejahre weitere Absenkungen der CO2-Abgaswerte vorgegeben werden. „Mit Ökostrom betriebene Elektrofahrzeuge können sogar Werte von unter 60g (CO2-Äquivalent 1) ) pro Personenkilometer erreicht werden!“, so Ing. Martin Litschauer von Eurosolar Austria. Elektro-Fahrzeuge brauchen nicht einmal neue Tankstellensysteme, eine Standard-230 Volt -Steckdose reicht aus, um ein Elektroauto aufzuladen. Auf der Internetseite http://www.elektrotankstellen.net sind öffentlich zugängliche Auflademöglichkeiten zu finden, Ziel ist 2007 in jeder Gemeinde eine öffentliche Steckdose 230 Volt zum Stromtanken für umweltfreundliche Elektrofahrzeuge zu haben.

Wir fordern dass sich die EU-Kommission aber auch die Österreichische Regierung mehr für Elektrofahrzeuge einsetzt, um endlich im Bereich des Verkehrs eine Trendwende bei den Treibhausgasen zu schaffen. Außerdem muss auch aus Sicht der Versorgungssicherheit ein Umdenken stattfinden. Beim derzeitigen Energieverbrauch können in Europa bei Verwendung von Verbrennungsmotoren nur 40% bis 50% der Treibstoffe durch Biotreibstoffe aus Europa abgedeckt werden. Und selbst diese geringe Quote kann auch nur dann erreicht werden, wenn wirklich alle Möglichkeiten (Pflanzenöl, Biogas, Holzvergasung, Holzverflüssigung, Alkohol usw.) ausgeschöpft werden. Aus diesem Grund müssen Technologien eingesetzt werden, die einen deutlich besseren Wirkungsgrad aufweisen als Verbrennungsmotore, und hier liegt auf der Hand, dass die Option der Elektromotor sein muss.

Strengere Richtlinien auch für Motorräder

Vernachlässigt bei der Diskussion um die Abgaswerte sind bisher die Motorräder. Obwohl die Motortechnik immer weiter voran schreitet hat sich dies bei den Motorrädern oft nicht ausgewirkt, teilweise werden noch immer Modelle verkauft, die als Abgasschleudern bezeichnet werden können. Wir fordern daher, dass auch die Abgaswerte für Motorräder eingeschränkt und ein CO2-Ziel von 40g bis 2015 umgesetzt wird.

Quellenverweis:

1) Dr. Horst Lunzer, Waldviertler Energieagentur, http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1010141

Rückfragen:      Ing. Martin Litschauer, EUROSOLAR AUSTRIA – Organisation

                        Tel.: +43-676-5032334, e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!