EUROSOLAR AUSTRIA

1. Plusenergiehaus in Wien

 

1. Plusenergiehaus in Wien

Der errechnete Heizwärmebedarf des Energieausweises laut einer beauftragten Firma ELK  gibt ca. 1.800 kWh/Jahr vor und ca. noch einmal so viel rechnen wir, die Besitzer des Plusenergiehauses im 23. Bezirk für den allgemeinen Strombedarf.

Aber unsere 8,12 kwp Photovolatik-Solarstrom-Anlage wird voraussichtlich ca. 9.000 kWh pro Jahr produzieren, das ist ungefähr die doppelte Strommenge die wir benötigen.

Es würde die Hälfte von der Photovoltaikanlage genügen um ein Nullenergiehaus zu sein. Wir sprechen allerding vom Plusenergiehaus, die E-Mobilität (Auto, Moped u. Fahrrad) soll ebenfalls durch den sauberen Strom aus der Sonne abgedeckt werden.

Mit einem für die Zukunft geplanten Batteriepaket soll ein energieautarkes Haus angestrebt werden (Notstromversorgung (USV-Unterbrechungslose Stromversorgung) vom öffentlichen Stromnetz unabhängig).

Die 3-fach gefilterte Zuluft wird in unser Haus über 4 Vorwärmstufen aufgeheizt bzw. im Sommer herunter gekühlt. Die NILAN Luft/Luftwärmepumpenzentrale saugt über einen 40 Meter langen Frischluft-Erdkollektor (1. Vorwärmstufe) die bereits vorgewärmte Außenluft an und führt die Zuluft über die Wärmerückgewinnung (2.Vorwärmungstufe) in die Räume.

Der übrige Wärmebedarf wird mit der Wärmepumpe (3.Vorwärmungstufe) abgedeckt.

Sollte  bei sehr tiefen Außentemperaturen immer noch nicht die jeweilige Raumtemperatur bereitgestellt werden können, wird diese über ein kleines elektrisches Nachheiz-Register (4.Vorwärmungstufe) vor der Ausblasöffnung (7 Stk.) in den Räumen sichergestellt werden.


Die Abluft wird von der Küche, Bad, Galerie und WC´s über die Wärmerückgewinnung in die Fortluft nach außen geblasen, somit haben wir  immer eine bessere Luftqualität im Haus als im Freien.

Der Sommerbetrieb funktioniert ähnlich, nur im umgekehr Prinzip. Die warme Außenluft wird über den 40 Meter langen Frischluft-Erdkollektor herunter gekühlt und mit dem umgekehrten System der Wärmepumpe auf eine sehr angenehme gekühlte Raumtemperatur gebracht. Das ist mit der Photovoltaikanlage am idealsten, wenn die heißesten Tage sind, haben wir immer eine Gratis-Kühlung für unser Haus.

Im Zuge der Begeistung für energieeffiziente und energieautarke Gebäude sowie der Elektromobilität sollte man allerdings nicht vergessen, wo das Gebäude steht bzw. errichtet werden soll. Keinesfalls darf der technische Fortschritt dazu führen, daß die Wahl des Standortes vernachlässigt wird. Letzteres heißt, dass in der Umgebung, welche für Fußgeher oder Radfahrer erschlossen sein muss, Nahversorgungseinrichtungen aber auch (im weiteren Umfeld) soziale Infrastruktur vorhanden sein muss. Letztendlich entscheidet die Struktur, ob Autos oder Menschen vor Ort gewünscht sind. Siedlungen sollten mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen sein und sofern Autos benötigt werden, sollten diese am Rand der Siedlung parken (wenn EFH, dann in verdichteter Form).

Information: Gerhard Kaindl
Mobiltel: 0664 / 20 27 405
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Gerhard Kaindl ist Koordinator beim monatlichen EUROSOLAR AUSTRIA-Solarstammtisch

 1. Plusenergiehaus Wiens

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