EUROSOLAR AUSTRIA

Österreichische Solarpreise 2013 am 05.10.2013 zum 19. Mal vergeben

- Veranstaltung von EUROSOLAR AUSTRIA fand im Tiergarten Schönbrunn, ORANG.erie statt -

Rund 350 Personen waren zur 19. Verleihung der Österreichischen Solarpreise von Eurosolar Austria am 05.10.2013 angemeldet. Bei strahlendem Sonnenschein wurde diese Veranstaltung im Tiergarten Schönbrunn, ORANG.erie durchgeführt.

Der Österreichische und Europäische Solarpreis wird von EUROSOLAR an Gemeinden, kommunale Unternehmen, Privatpersonen, Ingenieure, Architekten, Eigentümer von Anlagen sowie an Organisationen und Journalisten vergeben, die sich um die Nutzung der Sonnenenergie verdient gemacht und damit neue Anstöße zur Breiteneinführung gegeben haben.

Ziel der Preisvergabe ist es, besonders beispielhaft realisierte Energie-Ideen und Projekte einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen, um einer raschen, wirkungsvollen Markteinführung dieser Energiewende-Technologien wichtige Hilfe zu geben. Österreich könnte bereits energieautark sein, wenn der politische Wille aller relevanten Entscheidungsträger auf dieses Ziel fokussiert wäre.

Vor der Preisverleihung gab es wie üblich eine Begrüßung sowie einen Festvortrag.

Dr. Dagmar Schratter (Direktorin des Tiergarten Schönbrunn) eröffnete die Veranstaltung und betonte, dass für die Energiewende die Einsparung von Energie und der Ausbau der Photovoltaik enorm wichtig sind. Dazu, so die Referentin, müssen rechtliche Hemmnisse beseitigt werden. DI Robert Thaler (Vertreter des Lebensministeriums) machte darauf aufmerksam, dass unsere Gesellschaft aus der fossilen Energiefalle aussteigen muss. Im Bereich der E-Mobilität verwies er auf Erfolge bei E-Bikes. Extrem wichtig ist nach Meinung von Thaler auch die Bewußtseinsbildung. Abg.z.NR Ing. Hofer meinte, dass Österreich die beste Voraussetzung für die Energiewende auf Grund der vorhanden Potenziale im Bereich der erneuerbaren Energien hat. Insbesondere die Photovoltaik, die derzeit noch gefördert werden muss, bietet reichlich Potenzial. Zukünftig bedarf es aus seiner Sicht einer Förderung von dezentralen Energiespeichern. Die Bezirksvertreterin aus dem 03. Wiener Bezirk - Ingeborg Ronesch - übermittelte Grüße von Bürgermeister Dr. Michael Häupl sowie Prof. Dr. Elisabeth Vitouch (Abg. z.Wr. Landtag und Gemeinderätin), die beide leider nicht vor Ort sein konnten. Die neue Bezirksvorsteherin von Hietzing - Mag. Silke Kobald - machte auf Leistungen im Sinne der Energiewende ihres Bezirks in der Vergangenheit und geplante Aktiviten in Zukunft aufmerksam (Schulen und Solarkraftwerke...). Auch sie stellte die Bewußtseinsbildung als wichtiges Instrument zur Umsetzung der Energiewende, neben Akteuren an der Basis dar und verwies auf den Energiestammtisch in Hietzing. RA Dr. Hans-Otto-Schmidt (Vorsitzender von EUROSOLAR AUSTRIA) bedankte sich beim Tiergarten Schönbrunn, den Vortragenden sowie bei allen, die für die Organisation des Tages verantwortlich waren. Er mahnte an, den Devisenabfluss zu reduzieren bzw. zu stoppen und den AKW keine Hintertüren zu öffen und machte in diesem Zusammenhang auf eine Klage durch seine Kanzlei vor dem EU-Menschengerichtshof gegen Mochovce aufmerksam.

o. Univ.-Prof. DI Dr. Gerlind Weber informierte in Ihrem Festvortrag „Potenzielle Beiträge der Raumplanung zur Energiewende“ über die Möglichkeit der Einflussnahme der Raumplanung auf die Produktion, Verteilung sowie den Verbrauch von Energie. 8 Landesgesetze und die Wiener Bauordnung sowie in den Ländern 3 zuständige Gebietskörperschaften machen optimale Regelungen schwer und verhindern Maßnahmen gegen die Zersiedlung (60% des Energieverbrauchs entfällt auf den Verkehr, pro Tag gegen 15 ha Naturgut verloren...). Da Österreich gebaut ist, müssen vorwiegend dort Schwerpunkte gesetzt werden, um den Energieverbrauch zu minieren. Es braucht nicht nur die Stadt der kurzen Wege sondern auch die Gemeinden der kurzen Wege und die Verdichtung nach Innen, um z.B. Naturraum oder z.B. Raum zur Bereitstellung von Energie zu sichern. Ferner sollten in diesem Sinn auch effiziente Lebensräume angedacht werden.

 

Die Österreichischen Solarpreisträger 2013 sind:

 

Kategorie:Städte und Gemeinden oder Stadtwerke

ebswien hauptkläranlage Ges.m.b.H. - Auf dem Weg zurenergieautarke Kläranlage

 

Kategorie:Industrielle, kommerzielle oder landwirtschaftliche Betriebe / Unternehmen

Herbert Hochwallner -Kombination Erneuerbarer Energiegewinnung und Einsatz

Zotter Schokoladen Manufaktur GmbH - Chocolatier, Andersmacher und Bio-Landwirt

 

Kategorie:Lokale oder regionale Vereine als Förderer von Projekten für Erneuerbare Energien

Energieagentur der Regionen - Energieversorgung, Arbeitsplätze und Klimaschutz sichern

 

Kategorie:Solares Bauen

 Rickl Mühle GmbH - 500 Kilowatt peak Photovoltaik-Sonnenstrom-Kraftwerk

 

Kategorie:Medien

Österreichische Post AG gemeinsam mit Lebensministerium - für Broschüre "100 Jahre Elektromobilität bei der Österreichischen Post" sowie das Marken Buch "Die Geschichte der Elektromobilität"

 

Kategorie:Transportsysteme mit Erneuerbaren Energien

WIENER LINIEN GmbH & Co KG -Wien: Elektrobusse im Linienverkehr

 

Kategorie:Bildung und Ausbildung

Tiergarten Schönbrunn - "Sonnenschein im Tiergarten

 

Kategorie:Sonderpreis besonderes persönliches Engagement für Erneuerbare Energien

Gerhard Kaindl, Wien - für das 1. Plus-Plus-Energie-Wohnhaus in Wien, EE-Aktivitäten u. a. auch im Tiergarten Schönbrunn

 

Besonderer Dank gilt den Sponsoren (BMVIT sowie Klenk & Meder Elektrotechnik), Dr. Dagmar Schratter (Direktorin des Tiergarten Schönbrunn), den Referenten und Referentinnen sowie Direktor Dipl.-HTL-Ing. Josef Meisl (LFS Tulln) und allen Helfern und Helferinnen, welche durch ihren Einsatz die Durchführung der Österreichischen Solarpreisverleihung 2013 ermöglicht haben.

 

Alle Unterlagen stehen zum Download zur Verfügung:

 

Spannend wird in der kommenden Zeit z.B. werden, ob die vorgestellte Idee einer BürgerInnen-Photovoltaik-Anlage in Hietzing auf dem Kardinal-König-Haus umgesetzt wird...

Bild von der Solarpreisverleihung

 

In Gedenken an Solarpionier Ing. Franz Niessler.