EUROSOLAR AUSTRIA

Österreichische Solarpreise 2014 am 04.10.2014 zum 20. Mal vergeben

- Veranstaltung von EUROSOLAR AUSTRIA fand in A-8333 Riegersburg, Bergl 56 bei der Zotter Schokoladen Manufaktur GmbH (www.zotter.at) statt -

Rund  100 Personen waren bei der 20. Verleihung der Österreichischen Solarpreise von EUROSOLAR AUSTRIA anwesend. Zahlreiche Gäste machten von der Möglichkeit Gebrauch, den essbaren Tiergarten und die Zotter Schokoladen Manufaktur GmbH zu besichtigen.

Die Österreichischen und Europäischen Solarpreise werden von EUROSOLAR an Gemeinden, kommunale Unternehmen, Privatpersonen, Ingenieure, Architekten, Eigentümer von Anlagen sowie an Organisationen und Journalisten vergeben, die sich um die Nutzung der Sonnenenergie verdient gemacht und damit neue Anstöße zur Breiteneinführung gegeben haben.

Ziel der Preisvergabe ist es, besonders beispielhaft realisierte Energie-Ideen und Projekte einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen, um einer raschen, wirkungsvollen Markteinführung dieser Energiewende-Technologien wichtige Hilfe zu geben. Österreich könnte bereits energieautark sein, wenn der politische Wille aller relevanten Entscheidungsträger auf dieses Ziel fokussiert wäre.

Der Vereinsvorsitzende Dr. Hans-Otto Schmidt eröffnete die Veranstaltung. Geschäftsführer Zotter, welcher den Solarpreis 2013 persönlich erhielt (er war im letzten Jahr nominiert), teilte mit, dass sein Unternehmen in Zukunft mehr Energie produzieren wird als selbst verbraucht. Der dritte Präsident des Nationalrates Ing. Norbert Hofer von EUROSOLAR AUSTRIA erinnerte die Gäste der Solarpreisverleihung 2014 daran, dass noch vor einigen Jahren Nutzer von Photovoltaikanlagen als Spinner bezeichnet wurden. Am heutigen Tag, so Hofer, werden Visionäre und engagierte Personen ausgezeichnet. LAbg. Bgm Franz Schleich überbrachte Grußworte vom steierischen Landeshauptmann Mag. Franz Voves. Er bezeichnete Zotter als einen Visionär, der bereits seit 21 Jahren Elektroauot fährt und als Musterbeispiel für einen Unternehmer, der die Energiewende voran treibt. Wichtig sind Beispiele, wie diese von EUROSOLAR AUSTRIA ausgezeichnet werden, meinte Schleich.

Der Vereinsvorsitzende von EUROSOLAR AUSTRIA machte darauf aufmerksam, dass Österreich in der gesamten EU den höchsten Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien hat. Die Energiewende schreitet voran und ruft die konventionellen Energieanbieter auf den Plan. Diese versuchen den notwendigen Umbau unserer Energieversorgung zu blockieren. Der Weg von Rockefeller und Ruttenstorfer (Ex-Manager der OMV) hin zu erneuerbaren Energie sind Beispiele dafür, dass die Energiewende unausweichleich ist. Ferner mahnte er an, die Förderung der Atomkraftwerke in Eurpa zu verhindern. Er bedankt sich beim renommierten Völkerrechtler Univ.-Prof. Dr.Michael Geistlinger von der Universität Salzburg. Auf Grund seines Engagements konnte eine Beschwerde beim EU Gerichtshof für in Straßburg gegen das AKW Krsko eingebracht werden.

Frau MMag. DDr. Hedda Sützl-Klein von der Abteilung Energie- und Umwelttechnologien des BMVIT überbrachte Glückwünsche ihres Ministeriums. Sie machte darauf aufmerksam, dass sie schon vor vielen Jahren erste Kontakt zum Solarstammtisch von EUROSOLAR AUSTRIA hatte. Ferner informierte sie darüber, dass über die Programmschienen des BMVIT zahlreiche Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien realisiert werden konnten. Das Plusenergiehaus "LISI", welches im Rahmen eines Projektes von "Haus der Zukunft" von der TU Wien entwickelt wurde und den SOLAR-DECATHLON gewonnen hat, steht jetzt in der Blauen Lagune und dient der Information über den Stand der Technik, ... Von den zahlreichen Projekten, die bei der 20. Solarpreisverleihung ausgezeichnet wurden, war sie begeistert. Darüber informierte sie im Anschluss an die Veranstaltung.

In diesem Jahr wurde der Festvortrag von Herrn Ao.Univ.-Prof. DI Dr. techn. Hans Schnitzer zum Thema „Smart City Graz - Die Stadtviertel der Zukunft sollen wieder eigenständige Zentren haben sowie lokal und emissionsfrei die Bedürfnisse der Bürger abdecken“ gehalten. Der Referent machte darauf aufmerksam, dass Lösungen für Probleme, wie Klimawandel, Ressourcenknappheit, demografischer Wandel entwickelt müssen. Am Beispiel von Graz stellte dar, was Bürgerinnen und Bürger, Städte, Verwaltung, Politik tun können. Bis 2050 soll Graz unter Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger energieautark werden. Zu den Zielen von drei angedachten Samrt City Vierteln in Graz zählen kurze Distanzen, geringe THG-Emissionen, geringe Abfallmengen, geringe zusätzliche Kosten, geringe Gesundheitsgefahren, eine hohe Biodiversität, die Freiheit der Bürgerinnen und Bürger, ökonomische Produktivität oder hohe Ressourceneffizienz, ... Er meinte, dass es Luxus sein sollte, kein Auto zu besitzen oder nicht drei Autos besitzen zu müssen.


Die Österreichischen Solarpreisträger 2014 sind (für den Download der Präsentationen bitte jeweils auf die Informationen zum Preisträger klicken):

Kategorie: Städte und Gemeinden oder Stadtwerke


Kategorie: Industrielle, kommerzielle oder landwirtschaftliche Betriebe/Unternehmen

 

  • Gasthaus Riedmühle – vom Gastwirt zum Energiewirt


Kategorie: Lokale oder regionale Vereine als Förderer von Projekten für Erneuerbare Energien

  • HELIOS – Ein großes Sonnenkraftwerk finanziert durch Bürgerinnen und Bürger, Verein Energiebezirk Freistadt EBF


Kategorie: Solares Bauen

  • Lasttragendes Strohhaus als Plusenergiehaus mit Photovoltaik und Batteriespeicher, Unser Strohhaus Bau GmbH, Bauherr Ing. Siegfried Schönbauer


Kategorie: Medien

Hubert Canaval (Preisträger aus der Kategorie Medien, Solarpreis für den gemeinsamen Film mit Corinna Milborn) mahnte bei der Nutzung der erneuerbaren Energien an zu hinterfragen, was der Region nützt und bat darauf zu achten, regionale sowie erneuerbare Energieträger zu nutzen.


Kategorie: Eine-Welt-Zusammenarbeit


Kategorie: Sonderpreis besonderes persönliches Engagement  für Erneuerbare Energien

  • Engagement im Bereich Energiewende von Unternehmen, Dir. Ing. Walter Schiefer, Feistritzwerke STEWEAG GmbH (Konnte auf Grund einer Erkrankung nicht vor Ort sein.)


Besonderer Dank gilt den Sponsoren (BMVIT) sowie Josef Zotter - Geschäftsführer der Zotter Schokoladen Manufaktur GmbH - und allen Helferinnen und Helferern, welche durch ihren Einsatz die Durchführung der Österreichischen Solarpreisverleihung 2014 ermöglicht haben.

Die Solarpreisbroschüre 2014 stehen zum Download zur Verfügung.

Wir dürfen Sie bitten die Einladung zur Veranstaltung nachfolgenden Link zu entnehmen.