EUROSOLAR AUSTRIA

Bericht zur Verleihung der Österreichischen Solarpreise 2015 am 03. Oktober 2015

Nachdem einer der Solarpreise im Jahr 2014 an die Riedmühle ging, fand die diesjährige Verleihung der Österreichischen Solarpreise in Karlstein an der Höheren Technischen Bundeslehranstalt (HTBLA) am 03.10.2015 statt. Auf youtube wird die Aufzeichnung zu finden sein.

Die Solarpreisbroschüre 2015 steht bereits online zur Verfügung.

Redner: Damberger

Vbgm. Manfred DAMBERGER, Karlstein, begrüßte alle Gäste und machte sie darauf aufmerksam, dass die Region die sonnenreichste in Österreich ist. Ferner informierte er über Alleinstellungsmerkmale der Gemeinde sowie der Umgebung. Er dankte, dass die Veranstaltung heuer in Karlstein stattfindet und gratulierte den Preisträgern. Nicht jammern sondern die Energiewende beim Schopf packen ist die Diverse, so Damberger.

Dir. Dipl.-Ing. Wolfgang HÖRMANN, HTL Karlstein, begrüßte die Gäste und die Preisträger. Die Schule fühlt sich für das Waldviertel verantwortlich. Es soll für die Zukunft sichergestellt werden, dass Innovationen für das Wohlbefinden in die Welt hinausgehen. Erneuerbare Energien und Energieeffizienz sind Themen der Bildungseinrichtung. Preise bei 3 österreichischen Schulwettbewerben konnten dazu gewonnen werden. Rohstoffe, Arbeit und Know How sowie das Kapital sind die Zukunft. Österreich hat keine großen fossilen Ressourcen. Die Schweiz kann sich im Bereich Kapital behaupten. Österreich kann sich im Bereich Know How behaupten, so Hörmann. Er dankte EUROSOLAR für die Initiative.

Redner: Hörmann

Milan SMRZ, Vorsitzender EUROSOLAR Tschechien, machte darauf aufmerksam, dass Österreich nur territorial der Nachbar ist, leider nicht bei der Energiewende. Er meinte, dass auf Grund der noch verfügbaren Ressourcen eine Änderung unseres Lebensstils notwendig ist. Vor allem Männer sind pro Atomkraft. Die Mehrheit der Frauen ist pro Energiewende. Er wünschte den Gästen eine Sonnige Zukunft.

Redner: Smrz

Dr. Hans Otto Schmidt, Vorsitzender EUROSOLAR AUSTRIA, begrüßte die Anwesenden, Abg. z NR Mag. Christiane Brunner, LAbg Josef Edlinger; Abg.z.NR Martina Diesner-Wais, Abg. z NR. Mag. Matthias Köchl, LAbg. Dr. Helga Krismer sowie LAbg.a.D. Benno Sulzberger und Bezirkshauptmann Stöger konnte ebenfalls vor Ort begrüßt werden. Auch übermittelte er Grußworte von Bundesrat Prof. Schennach.

 

Schmidt kritisierte die europäische Energiepolitik. Dazu zählt insbesondere die Subvention fossiler und atomarer Energien und insbesondere die beabsichtige Förderung von Hinkly Point.Er freute sich, dass eine Vertreterin des BMVITs, Frau Mag.Dr.iur., Mag.Dr.rer.soc.oec., MR Hedda Sützl-Klein von der Abteilung I 3 – Energie- und Umwelttechnologien, vor Ort ist. Ein besonderes Dankeschön ging an Frau Dr. Wagner, welche für die Erstellung der Solarpreisbroschüre zuständig war.

 

Matthias Köchl, Abg. z NR, meinte, dass die Energiewende nicht mehr aufzuhalten ist. Bremser gibt es aber noch viele. Photovoltaik ist bereits marktfähig, so Köchl. Hinkley Point ist teurer als erneuerbare Energien. Weltweit gibt es viele Pioniere. Der heutige Tag bietet die Gelegenheit Neues kennenzulernen, ...

 

LAbg. Umweltsprecher Edlinger, welcher in Vertretung von Dr. Erwin Pröll vor Ort war, begrüßte die Gäste. Er machte darauf aufmerksam, dass die erneuerbaren Energien auf dem Erfolgsweg sind. Das Land Niederösterreich hat sich ehrgeizige Ziele im Bereich des Klimaschutzes und der Energiewende gesetzt. 100% des verbrauchten Stromes sollen im Jahr 2015 aus erneuerbaren Stromquellen kommen. Über 300.000 Wohneinheiten wurden saniert, es gibt über 30.000 PV-Anlagen, rund 350 Windenergieanlagen, .... Die heutige Preisverleihung soll ein Echo in der Bevölkerung finden. Er dankte EUROSOLAR AUSTRIA für das Engagement, für die Auslobung der Preise. Mit den erneuerbaren Energien wird eine Zukunft ermöglicht. Er übermittelte die besten Grüße von Dr. Erwin Pröll und gratulierte die Preisträger.

 

MR Dipl.Ing. Wolfgang Hein, Vorstand EUROSOLAR AUSTRIA, Moderator der Veranstaltung, dankte dem BMVIT für die langjährige Unterstützung von EUROSOLAR AUSTRIA.

 

Frau DDr. Hedda Sützl-Klein von der Abteilung Energie- und Umwelttechnologien im bmvit überbrachte Grußworte des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie. Das bmvit initiierte und förderte durch langjährige Forschungs- und Technologieprogramme in den Bereichen Gebäude, Energieeffizienz und Erneuerbare Energietechnologien Projekte, die nun zur Umsetzung der ersten Plusenergiegebäude führten. Plusenergiegebäude produzieren im Jahresdurchschnitt mehr Energie als sie verbrauchen. Zwei der mit dem österreichischen Solarpreis 2015  ausgezeichnete Plusenergiegebäude sind auch Projekte des bmvit-Förderprogramms „Haus der Zukunft“ (das Plus-Energie-Bürohochhaus der TU Wien und die Plus Energie Firmenzentrale für Windkraft Simonsfeld AG). Sie wies auch auf das neu erschienene Weißbuch „Nachhaltiges Bauen in Österreich“ hin, das die Ergebnisse des Forschungs- und Technologieprogramms „Haus der Zukunft“ darstellt, und auf die bis Jänner 2016 laufende aktuelle Ausschreibung im Förderprogramm „Stadt der Zukunft“ (s. bmvit-Webseite www.nachhaltigwirtschaften.at).

 

Abg.z.NR Martina Diesner-Wais meinte, dass die Politik bestrebt ist, Gesetze in Richtung Nachhaltigkeit zu ändern. Sie gratulierte den Preisträger und bat darum weiterzumachen.

 

LAbg. Mag. Helga Krismer, dankte und machte darauf aufmerksam, dass die Energiewende überall möglich ist. Nach ihrer Meinung ist es wichtig, die Energiewende nach außen zu verbreiten. Die Energiewende sollte nicht weiter blockiert werden. Es bleibt keine Zeit mehr auf Grund der Klimawandels, ansonsten wird die Zahl der Klimaflüchtlinge weiter zu nehmen, …

 

Abg. z. NR Mag. Christiane BRUNNER, Obfrau des Umweltausschusses des Nationalrats und Mitglied des Vorstandes von EUROSOLAR AUSTRIA sprach in ihrem Referat „Aktuelles aus dem Parlament zum Thema: Erneuerbare Energie“ an. Sie meinte, dass strukturschwache Regionen das Potenzial zur Energiewende haben, ein Potenzial aufzuzeigen, was wirtschaftliche mit erneuerbaren Energien möglich ist. Sie bedankte sich für das Engagement von EUROSOLAR AUSTRIA. Die E-Wende-Diskussion hat sich in den letzten Jahren massiv verstärkt. Niemand dürfte mehr bezweifeln, dass eine Energiewende möglich ist. Derzeit wird diskutiert, ob zu viel gefördert wird. Würden die Förderungen für fossile und atomare Energien beseitigt, dann wären die erneuerbare Energien schon heute wirtschaftlich. Fossile Energieträger müssen auf Grund des Klimawandels in der Erde bleiben. Die Industrienationen müssen ihre THG-Emissionen jetzt reduzierten. Im Paris stehen dazu schwierige Verhandlungen an. Viele Nationen haben bereits Reduktionsziele gemeldet, … Auch Entwicklungsländer müssen an Bord kommen. In Österreich läuft viel, es ist aber nicht genug. Entwicklungs- und Schwellenländer brauchen Beispiele für die Energiewende und gleichzeitigen Wohlstand. Österreich steht bei der Finanzierung von Maßnahmen für Entwicklungs- und Schwellenländer sehr schlecht dar. Österreich hat derzeit nur Ziele bis zum Jahr 2020, dies reicht nicht aus. Von einem Umweltvorreiterland sollten langfristige Ziele erwartet werden können. Im Rahmen der Energiewende wurde dank vieler Pioniere schon sehr viel erreicht. Dieses Engagement wird auch in Zukunft gebraucht. Österreich kann viel mehr und muss viel mehr leisten. In Hinblick auf Flüchtlinge ist die beste Hilfe vor Ort zu helfen. Sie bat sich weiter für die Energiewende zu engagieren.

 

 

Rednerin: Brunner

Fakten zum SolarSuperState

Stephan Volkwein (SolarSuperState Association) erlaeuterte, wie sich Österreich beim 3-Jahres-Neuzubau Windkraft und Photovoltaik im
Vergleich zu 5 anderen aktiven Staaten geschlagen hat, insbesondere zu Deutschland, Dänemark, Gross-Britannien und den Vereinigten Staaten von Amerika. In der Weltrangfolge SolarSuperState-Rangfolge 2015 hält Österreich den achten Platz bei der Windenergie und die Tschechische Republik den achten Platz bei der Photovoltaik jeweils mit der Metrik kumulierte installierte Leistung pro Bevölkerung. Bei der Photovoltaik ist Österreich wesentlich schlechter als Tschechien und umgekehrt bei der Windkraft Tschechien wesentlich schlechter als Österreich. Hier geht es zur Präsentation.

 

Waldviertel - Energiewende

Gottfried BRANDNER, Waldviertler Energiestammtisch, gab Einblickin die Entwicklung der Region. Es müssen nicht nur Probleme sondern Lösungen aufgezeigt werden. Sein Vortrag lautete: Vom Strohheizwerk zum Zukunftsklub Thayaland. Eine Region kümmert sich um ihre Energie-Zukunft. Wir selbst, die Gemeinden und Betriebe haben es in der Hand, die Energiewende voranzutreiben, so Brandner. Jeder kann das Licht anzünden um nicht im Dunkeln zu sitzen. Er dankte der Gemeinde für die Präsente, welche die Preisträger heute erhalten.

 

Redner: Brandner

Auszeichnung der Solarpreisträger 2015 und Präsentation der Projekte durch die Preisträger

Preis für industrielle, kommerzielle oder landwirtschaftliche Betriebe/Unternehmen

MPREIS Warenvertreibs GmbH

 

HASSLACHER NORICA TIMBER

 

Bogner Veranstaltungsges.m.b.H

Festival Wiesen – ein nachhaltiges Festival

 

Solares Bauen

 

TU Wien – Plusenergiegebäude am Wiener Getreidemarkt

 

Architekt Georg Reinberg – Plusenergiefirmenzentrale Windkraft Simonsfeld AG

 

Medien

Nicola Stampfer – ENERKEY – Wer hat den Schlüssel zur Energiewende

Andrea Pichler Neumayr und Reinhard Dobretsberger – ÖKOFILM: Zukunftsfähiges zum Anschauen

 

Transportsysteme mit Erneuerbaren Energien

ELLA Ladeinfrastruktur AG Elektrische Ladestationen mit 100% Erneuerbarer Energie und Bürgerbeteiligung (Mitte 2016 wird jeder Ort in Österreich mittels Schnellladung erreichbar sein.)

 

Kaiserhof Anif – Richard Absenger e.U. – Kaiserhof Anif – ein Treffpunkt für E-Mobilisten aus ganz Europa

 

Bildung und Ausbildung

Verein Sonnenplatz Großschönau Sonnenwelt

HTL-Blume in Graz Gösting - Green Village, ein Energiedorf zum Angreifen – Ausbildungs-Partnerschaft zwischen Schule und Wirtschaft im Bereich Erneuerbarer Energien.

 

Sonderpreis für besonderes persönliches Engagement für Erneuerbare Energien

Andreas Czezatke (war leider erkrankt) Besitzer eines Erneuerbare Energie autarken Eigenheimes mit völliger Netzunabhängigkeit – Engagierte Weitergabe von Wissen und Erfahrung

 

Solarpreisbroschüre 2015

 

Weitere Berichte zur Solarpreisverleihung:

www.hasslacher.at/aktuell/news-details/article/oesterreichischer-solarpreis-2015-an-hasslacher-norica-timber/

www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1101934

www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1101938

www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1101946

www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1101947

www.karlstein-thaya.gv.at/system/web/news.aspx?bezirkonr=0&menuonr=223511666&detailonr=225114684-2057

http://www.oekofilm.at/?p=594

http://www.sonnenplatz-ausbildung.at/supermailer_SW/browser.php?hf=15F44ADC8CE84B23.htm&utf8=1