EUROSOLAR AUSTRIA

Bericht zur Verleihung der Österreichischen Solarpreise 2016 am 01. Oktober 2016

Nachdem einer der Solarpreise im Jahr 2015 an die HTBL u. VA BULME vergeben wurde, fand die diesjährige Verleihung der Österreichischen Solarpreise in Graz/Gösting an der HTBL u. VA BULME am 01.10.2016 in der Ibererstraße 15–21, A-8051 Graz statt.

Zu den Referentinnen bzw. Referenten zählten:

  • Direktor, Dipl.-Ing. Günther GREIER, HTBL u. VA BULME Graz/Gösting
  • RA Dr. Hans Otto SCHMIDT, Vorsitzender von EUROSOLAR AUSTRIA
  • MR DDr. Hedda SÜTZL-KLEIN, BMVIT, Abt. Energie- und Umwelttechnologien
  • Abg.z.NR Mag. Matthias KÖCHL, Sprecher für Anti-Atom-Politik und Nachhaltigkeit
  • Bürgermeister-Stellvertreterin Elke KAHR, Graz
  • Gemeinderat Dipl.-Ing. Georg TOPF, in Vertretung von Bgm. Mag. NAGL

 

Stefan Volkwein, SolarSuperState Association, referierte zum Status der Photovoltaik und Windenergie in Österreich im Vergleich mit anderen europäischen Staaten.

Dr. Hans Kronberger, Bundesverband Photovoltaic Austria, sprach zum Thema "Ausbau der Photovoltaik in Österreich – aktueller Stand und Entwicklungen".

 

Den Festvortrag zur Solarpreis 2016 hielt o.  Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.mont. Reinhold W. Lang, JKU, Head of Institute, Institute of Polymeric Materials and Testing zum Thema „Materialforschung für die Energiewende Österreichische Praxisbeispiele und Empfehlungen für die Politik“.

EUROSOLAR AUSTRIA darf sich an dieser Stelle noch einmal recht herzlich für die Eröffnungsreden, Referate sowie die Moderation durch MR DI Wolfgang HEIN, BMVIT, und insbesondere für die Ermöglichung der Solarpreisverleihung 2016 an der HTBL u. VA BULME bedanken.

Bundesministerin Sonja Hammerschmid, Bundesminister Jörg Leichtfried übermittelten ebenso wie Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, die Landesräte aus dem Land Steiermark Ursula Lackner, Johann Seitinger bzw. Aton Lang, die Vorstandsmitglieder sowie die Abgeordnete zum Nationalrat Christiane Brunner, Michael Bernhard oder der Landtagsabgeordnete Franz Rennhofer, welche u.a. Vorstandsmittglieder von EUROSOLAR AUSTRIA sind, die besten Wünsche, ...

 

2016 wurden 10 Solarpreise sowie 3 Anerkennungen vergeben

Die 10 Solarpreisträger in den dazugehörigen Kategorien sind:

Die 3 Anerkennungen wurden vergeben  sowie in den Kategorien:

 

Direktor Dipl.-Ing. Günther Greier (HTBL u. VA BULME Graz/Gösting) begrüßte die Anwesenden und machte darauf aufmerksam, dass über 2.400 Schülerinnen und Schüler ausgebildet werden und die HTL die größte Abendschule in Österreich ist. „Hier werden benötigten Techniker für die Energiewende ausgebildet." Betreffend die Solarpreisträger meinte er, dass man gemeinsam die Energiewende schaffen wird.

 

RA Dr. Hans Otto Schmidt, Vorsitzender von EUROSOLAR AUSTRIA, bedankte sich für die Möglichkeit, die Solarpreise 2016 an der HTBL vergeben zu dürfen. „Wenn die junge Bevölkerung für die Energiewende begeistert ist, dann wird diese nicht mehr zu bremsen sein. Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien findet die dezentrale Energiewende statt. Jeder einzelne kann damit zur Energiewende beitragen.“ Er erinnerte daran, dass die fossile Automobilindustrie die Energiewende verschlafen hat und diese schon seit Jahren bei der E-Mobilität viel weiter hätte sein können.
Er begrüßte auch Direktor Josef Meisl von der LFS Tulln, der in den Ausbildungen Landwirtschaft und Energiewende verbindet. „Dies stellt auch einen Beitrag zur Reduktion fossiler Energieimporte dar. Landwirte können so verstärkt zum Erhalt der Erde beitragen. Die Veranstaltung wäre nicht möglich gewesen, wenn sich die Stellvertreterin Frau Dr. Wagner nicht so in die Vorbereitungen eingebracht hätte. Dank gilt auch René Bolz, Norbert Leitner, Walter Purth, dem Vorstand von EUROSOLAR AUSTRIA und insbesondere der HTBL Graz.“

Frau DDr. Hedda Sützl-Klein, bmvit (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie), Abt. Energie- und  Umwelttechnologien, freute sich als Vertreterin des bmvit die Gäste und SolarpreisträgerInnen begrüßen zu dürfen. Sie sprach zum Thema „Making the Zero Carbon Society possible“, dem Leitthema der Energieforschungsstrategie des österreichischen Rates für Forschung und Technologieentwicklung. Schon sehr frühzetig hat das bmvit mit Forschungs- und Technologieprogrammen wie „Haus der Zukunft“, „Fabrik der Zukunft“, „Energiesysteme der Zukunft“  zur Umsetzung des Anliegens beigetragen, eine Gesellschaft, die nahezu keine Treibhausgase mehr emittert, zu erzielen. Das bmvit unterstützt in verschiedenen Programmen Forschung bis zu Pilot- und Demoanlagen in den Bereichen  Energieeffzienz und erneuerbare Energietechnologien. Die Ergebnisse der Forschungsprojekte sind auf der bmvit-Webseite http://www.nachhaltigwirtschaften.at veröffentlicht. Derzeit ist bereits die 4. Ausschreibung im Forschungs- und Technologieprogramm „Stadt der Zukunft“, das intelligente Energielösungen für Gebäude und Städte forciert (bis 30. März 2017).  „Pionierinnen und Pioniere wie Sie haben Österreich zu einem internationalen Vorreiter im Bereich Erneuerbare Energien und Zukunftslösungen gemacht: Zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen, wie sie z.B. österreichische Passiv- und Plusenergiegebäude erhalten haben, zeugen von der Fülle an hervorragenden Projekten, die bereits große Schritte zu einer „zero carbon society“ darstellen.“ Die Referentin  freute sich, dass auch heuer wieder so viele innovative und richtungsweisende Projekte  ausgezeichnet werden können. Frau DDr. Sützl-Klein war auch am  Vortag bei der Veranstaltung „Energiewende macht Schule“ und begeistert von der praktischen Ausbildung im Bereich der Erneuerbaren Energietechnologien an der HTL BULME Graz-Gösting: „Im Labor „Green Village“ wird eine tolle Ausbildung geleistet. Hier wird in der Praxis gelernt und erprobt, wie Solarmodule montiert werden und wie eine integrierte Steuerung der verschiedenen Energietechnologien funktioniert – und das mit neuesten Produkten und Technologien, die Firmen zur Verfügung gestellt haben.“

 

Bürgermeister-Stellvertreterin Elke Kahr, Graz, war es eine große Ehre bei der Solarpreisverleihung dabei zu sein. Sie fand es großartig, dass die Schule so viele Schüler hat. Sie wurde in den 1960er Jahren geboren, wo Energie noch einen anderen Stellenwert hatte (fossile Brennstoffe, Abgase der Autos, …). „Wichtig ist auch das Bewusstsein bei der Bevölkerung für die Energiewende zu schaffen. Die Energiewende sollte auch der Bevölkerung dienen.“, meinte sie. Als Wohnungsstadträtin freut sie sich dazu beitragen zu können, dass Kosten von Mieterinnen und Mieter im Energiebereich gesenkt werden können. „70% der Gemeindebauten in Graz konnten bereits mit Fernwärme versorgt werden. Bei Neubauprojekten werden moderne Standards berücksichtigt d.h., Passivhaus mit Photovoltaik. Energie- und Wohnkosten sind dort so niedrig, dass keine Wohnbeihilfe benötigt wird. 14.000 Personen sind in  Graz von niedrigen Einkommen und hohen Ausgaben im Energiebereich betroffen. Über 1.000 Personen waren von Stromabschaltungen in Graz im Winter betroffen. Davon müssen wir wegkommen.“

Gemeinderat Dipl.-Ing. Georg Topf, in Vertretung von Bgm. Mag. Nagl, richtete die besten Grüße im Namen des Grazer Bürgermeisters aus. Er bedankte sich bei der HTBL Graz für die Aktivitäten. „Personen können auch über Förderungen der Stadt Graz erneuerbare Energien für sich nutzbar machen. Jeder Neubau in Graz muss für die Warmwasserbereitung Solarthermie nutzen. Beispielsweise mit dem Science-Tower wird sehr stark auf erneuerbare Energien eingesetzt. Auch über das Raumordnungsgesetz wird der Einsatz erneuerbarer Energien unterstützt.“

"Es geht in nicht mehr um Förderungen, erneuerbare Energien sind eine zwingende, sinnvolle volkswirtschaftliche Investition. Danke an die Preisträger, an die HTBL BULME, …"

Abg.z.NR Mag. Matthias Köchl, Sprecher für Anti-Atom-Politik und Nachhaltigkeit fragte wie wir Menschen bezeichnen würden, die nach stinkenden Dingen graben? Pyromanen, …Saubere Lösungen gibt es z.B. durch E-Mobilität. „Ein Riesenthema der Energiewende ist auch zentrale oder dezentrale Energiebereitstellung. Zentral heißt Macht. Dezentrale Energiewende heißt Demokratie. Das EEG im Deutschland ist ein Vorzeigebeispiel für die Energiewende und für gute Rahmenbedingungen. China hat in einem Jahr das an Photovoltaik installiert, was in Deutschland bisher installiert wurde. Hermann Scheer und Hans-Josef-Fell haben in einer Almhütte die Grundlagen für die Energiewende ausgearbeitet.

In weiten Teilen kommen erneuerbare Energien schon heute ohne Förderungen aus. Die Atomkraft ist tot und kann ohne Förderung nicht leben." Köchl würden sich darüber freuen, wenn die Solarpreise 2017 in seiner Gemeinde vergeben werden.

Der Bundesverband Photovoltaik Austria bedankte sich bei EUROSOLAR AUSTRIA für die lange Zielverfolgung. Dr. Hans Kronberger, Bundesverband Photovoltaic Austria, machte darauf aufmerksam, dass vor Jahren ein Vertreter des Wirtschaftsministerium meinte, dass Photovoltaik eine wunderbare Sache zur Geldverbrennung ist. „Die Tage hat Österreich das erste Gigawatt Peak Photovoltaik erreicht. Eine TWh Strom kann damit bereitgestellt werden. Damit kann man 133 Mio. mal Riesenrad waren oder 10 Mrd. Liter Bier brauen“, verdeutlichte er beispielhaft. Kronberger ist großer Anhänger der Fusionsenergie in Form der Sonne, als Energielieferant für die Photovoltaik.

Durch Investitionen in Photovoltaik konnte der Strompreis nachweislich gesenkt werden. Mit der Photovoltaik-Förderung zahlt jeder in Österreich € 1,50 mehr ohne würde jeder € 3,50 mehr bezahlen. Kronberger meinte, dass er die Konsumenten vor den Konsumentenschützer beschützen muss. In Zukunft spricht sich Kronberger für Investitionszuschüsse zum Ausbau der Photovoltaik aus. „Bei den Verhandlungen dazu werfen die Schnecken die Blinker an und überholen die Verhandlungspartner.“


„Wir stehen am Ende eines Systems. Die Erde verseuchen ist nicht notwendig. Die Sonne liefert in 6 Minuten. Wir haben kein Energieproblem sondern ein Intelligenzproblem“, verdeutlichte er. Kornberger wünschte den Anwesenden einen guten Tag und viel Sonne.


Stefan Volkwein, SolarSuperState Association, sagte: „Wenn man bedenkt, dass es um die Verhinderung des Verschwindens von Städten auf Grund des Klimawandels geht, dann war die Förderung in Tschechien nicht zu hoch. Wenn Deutschland sein exponentielles Wachstum bei der Photovoltaik fortgesetzt hätte, dann hätte Deutschland jetzt 100% erneuerbare Energien. Empfehlungen für Österreich hatte Stefan Volkwein folgende: „Energieintensive Industrie auf 100% erneuerbare Energien umstellen, Sanierungen auf Plusenergiestatus, innerhalb von 5 Jahren Stromautarkie, …“


Den Festvortrag zur Solarpreis 2016 hielt o.  Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.mont. Reinhold W. Lang, JKU, Head of Institute, Institute of Polymeric Materials and Testing zum Thema „Materialforschung für die Energiewende Österreichische Praxisbeispiele und Empfehlungen für die Politik“.

o.  Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.mont. Reinhold W. Lang, JKU, Head of Institute, Institute of Polymeric Materials and Testing informierte im Rahmen seines Festvortrags über die Bedeutung der Werkstoffe und insbesondere über ihre Bedeutung für die Energiewende. Ferner sprach er über die notwendige Forschung und Entwicklung sowie Empfehlungen für die Politik.

„Polymere sind die Materialien für die Energiewende. Kein Werkstoff ist so kostengünstig. Kein anderer Werkstoff ist so kreislauffähig, …“ Lang war der Meinung, dass Kunststoffe Motor für die Energiewende sein werden. „95% des Erdöls geht heute in die Energiebereitstellung. Die restlichen 5% können wir im Kreislauf fahren.“

„Stoffe und Energie müssen durch Intelligenz ersetzt werden! Materie und Energie müsste durch Geist ersetzt werden. Wir verheizen Erdöl bei 1000°C um 20°C Raumtemperatur bereitzustellen. Im Rahmen der Gesamtbetrachtung ist Photovoltaik schon heute besser als dies die Synthese leistet. Biomasse wird Technologie ergänzen. Der große Schub wird über Technologie kommen."

Lang verdeutlichte, dass Polymerwerkstoffe intelligent können sein d.h., z.B. bei Sonnenschein den Sonneneintrag verringern.

"Im Rahmen der Forschung wird ermittelt, welche Anforderungen erfüllt werden müssen. Auf dieser Basis kann Technologie entwickelt werden. Im Bereich der Solarthermie muss es um Plug & Function gehen." Für große Solarspeicher werden demnächst neue Materialien vorgestellt.

Empfehlungen an die Politik hatte Lang folgende: "Die Systeme müssen neu angedacht werden, um den Innovationsschub zu beschleunigen. CO2-Besteuerung muss neu angedacht werden. Es muss in Kreisläufen gedacht werden. Innovationen müssen gestärkt werden. Mehr Kompetenzen einbringen. Erneuerbaren Energietechnologien absolute Priorität einräumen. Bildung ist sehr wichtig."

"Unterstützungen für fosille Energien betragen weltweit 5 Trillionen US Dollar, dies entspricht dem 3 fachen weltweiten Militäretat.“ Lang war fest davon überzeugt, dass es weltweit kein AKW ohne massive Korruption und Bereicherung gibt.

Bügermeister von Auersthal Erich Hofer

Auersthal hat seine Förderungen auf erneuerbare Energien umgestellt. Die Gemeinde war eine der ersten in Niederösterreich, die CarSharing einführte.  Auch Auersthal nutzt ein E-Fahrzeug. In Auersthal sind derzeit 12 mal mehr E-Autos pro Bürger als im restlichen Österreich. Leider stiegen viele Nutzer auf eigene E-Fahrzeuge um. Das Forschungsziel ist eine Power-to-Gas-Anlage. Jeder Gemeindebürger hat LED-Lampen geschenkt bekommen. Auch so kann Strom gespart werden. Die Einsparungen bringen 10 mal mehr als die Kosten.

 

Geschäftsführer Rainer Mischke, TRE Thayaland GmbH

Die Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien sind Investitionen in die Zukunft. Einige Photovoltaikanlagen wurden bereits gebaut. In Zukunft sollen 80% des Stroms aus den aus dem Photovoltaikmodulen auf Dächern zur Eigenversorgung der Gebäude darunter beitragen. Bis Ende nächstens Jahres sollen 30 E-Fahrzeuge im Einsatz sein. Weitere Steigerungen bei der E-Fahrzeug-Anzahl sind geplant. Mit den E-Fahrzeugen soll der Kauf von Zweitfahrzeugen unnötig gemacht werden. Des weiteren sollen wieder LEDs verschenkt und Heizungspumpen optimiert werden. Weitere Informationen finden sich auf www.thayalandgmbh.at auch, was die Beteiligungen von Bürgerinnen und Bürgern anbelangt. Alles kommt in die Region zurück. 5 E-CarSharing-Fahrzeuge ersetzten 3 konventionelle.

Robert Neumann, Das Energy GmbH

Die Vision war kristalline Zellen leichter zu machen. Es gibt viele Bereiche für die Anwendung. Die Module können problemlos aufgebracht werden. Der Selbstreinigungseffekt ist sehr gut. Die Reflexion ist um den Faktor 4-5 im Vergleich zu anderen Systemen geringer. In Wiener Neustadt besteht eine Kapazität von 55 MW/a. Wenn die Förderung für fossile Energie eingestellt wird, dann hat sich alles im Sinne einer positiven Entwicklung der Energiewende von selbst erledigt, ...

Winfried Schatz, Wart der Franz-Senn-Hütte

Der Betrieb ist auf 2.200 m Höhe und muss im Winter energieautark funktionieren. Die Umstellung hat in Summe 11 Jahre gedauert. 90% der Energie ist heute erneuerbare Energie. Die EU hat einen Versorgungsgrad von 90% gefördert. Das neue BHKW läuft mit Rapsöl. Heute zahlt der Pächter das doppelte im Vergleich zum Diesel. Weitere Förderungen wurden beansprucht. Berge von Papier mussten bearbeitet werden. Sehr viele ehrenamtliche Stunden sind in das Projekt geflossen. Die Installationsfirma war in den ersten Wintertagen gratis vor Ort.

Claudia Paul, Burghautpmannschaft Österreich

Neben dem Einsatz von Photovoltaik für die Giraffenanlage wurde auch auf Energieeffizienz, den Einsatz eines Schotterspeichers, … gesetzt. Die Anlage ist energieautark und spart über 5.200 t CO2 pro Jahr ein.

Daniel-Sebastian Mühlbach, Österreichische Post AG

Die Post verbraucht ungefähr 15 Mio. Liter Treibstoff pro Jahr. Die Post will ein Produkt anbieten, dass CO2-neutral angeboten wird. In allen Gebäuden wird auf Grünstrom gesetzt, ... Bis Ende 2016 will die Post in Wien die gesamte Briefzustellung an Privatkundinnen und Privatkunden komplett ohne Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren abwickeln, ...

 

Walter Wiesmüller, Technische Lehrveranstaltungen, St. Pölten

Petroleumlampen in äthiopischen Lehmhütten sorgen für Licht. Damit verbunden sind aber auch Brände in Häusern, Verbrennungen, … In Äthiopien ist die Elektroinfrastruktur sofern überhaut vorhanden katastrophal. Lichtquellen für das Lernen der Kinder fehlten. Gemeinsam mit der Caritas Vorarlberg wurde ein Projekt mit Photovoltaik lanciert, der Solarkoffer. Wichtig war es, dass Schülerinnen und Schüler lernen wie es funktioniert und wie man Funtionsstörungen beheben kann. Beim Test ist bei allen die Spannung gestiegen, weil die Schülerinnen und Schüler begeistert wurden und, weil Solartrom produziert wurde. Es wurde gesungen: „Solar, Solar bringt die Lampe zu leuchten.“

Walter Schiefer, D.E.U.S. Beratung, Gleisdorf

Schiefer hat an der HTL BULME gelernt. Er geht davon aus, dass es zu Black Outs kommen wird. Das Konzept sieht auf Ebene der Gemeinde eine Stromversorgung vor, ebenso die Eigenversorgung mit Black-Out resistenten, inselfähigen Photovoltaik-Anlagen. Auch auf Landesebene müssen Maßnahmen erfolgen. Neben Photovoltaik-Anlagen werden auch Batteriespeicher und ein Energiemanagementsystem benötigt. In GIS-Pläne der Gemeinden können Erzeuger im Bereich der erneuerbaren Energien sowie wichtige, notwendige Verbraucher eingezeichnet werden. Sobald 700 €/kW Speicher erreicht werden, wird es wirtschaftlich, war Schiefer überzeugt.

Herbert Starmühler, Verein für Energie-Autarkie, Verein für "Licht in die Welt"

In Zorgho hat man im Durchschnitt 8 Stunden Strom am Tag. Betreffend die Absicherung der medizinischen Versorgung im Augenspital in Zorgho (etwa eine Stunde von der Hauptstadt entfernt), musste etwas getan werden. Die Photovoltaik-Anlage mit Batterien im Wert von € 80.000,- wurde über private Spenden finanziert. Die Anlage kann fern ausgelesen werden. Empfehlungen an die Politik: Eigentlich sollten Förderungen nicht mehr notwendig sein. In der Entwicklungszusammenarbeit sollte die Förderung neu konzipiert werden. Derzeit wird kein Wert darauf gelegt wie lange Anlagen funktionieren. Nach 60 Jahren Flüchtlingsarbeit ist die Situation enttäuschend. Flüchtlinge kommen, weil die Zusammenarbeit nicht funktioniert hat. Finanzielle Mittel sollte es nach 3 Jahren geben, dann wenn Projekte funktioniert haben.

 

Peter Ott, Langenenzersdorf

Peter Ott ist stark im Bereich der erneuerbaren Energien engagiert. „Energiespeicherung gehört zu den grundlegenden Technologien der Energiewende.“ Er hat sich damit schon beschäftigt als dies noch kein Thema war. 2014 begann die intensive Auseinandersetzung mit alten Notebook-Akkus für den Einsatz als Speicher. Die Aufbereitung der Akkus und deren Einsatz könnte viele Arbeitsplätze schaffen, …

Simon Niederkircher, simon

Danke an Eurosolar Austria für die Arbeit. simon ist ein steckerfertiges Modul. Der Preis gebührt eigentlich den 1.200 Unterstützern der Groundfounding-Kampagne. Wenn man mit einen einzelnen Solarmodul 2 Jahre für die Inbetriebnahme benötigt, dann sollte man daran denken wie man die Energiewende beschleunigen kann. Hinweis: 600 Watt sind jetzt Bewilligungsfrei z.B. 4 mal simon.

 

Reinhard Sperr, Der Service Gärtner

Der Betrieb hat überlegt wie Emissionen reduziert werden können. Alles was momentan nicht geht wird kompensiert. Die Firma besitzt 2 E-Fahrzeuge, mit denen schon 100.000 km gefahren wurden. Bei E-Fahrzeugen haben Betriebe keine Ausrede mehr. Es braucht aber eine öffentliche Ladeinfrastrur!

 

Architekt Erwin Kaltenegger; Rotary Sozial Verein Weiz

Die 96 Photovoltaik-Module für den Kreisverkehr wurden als Bausteine verkauft. Es wurde ein Nachweis erbracht, dass die Autofahrer durch die Photovoltaik-Module nicht geblendet werden. Der Ertrag wird an bedürftige verschenkt. Kaltenegger hat sich einige Sylvester um die Ohren geschlagen, um an die Förderung heran zu kommen (Ausschreibungen beim Klima- und Energiefonds). Er war vor 15 Jahren schon einmal bei der Solarpreisverleihung. Er sagte, dass er bekannte Gesichter sieht.

Das "Nearly Energy House" ist weit weg vom Passivhaus. Erneuerbare Energien haben erst eine Chance, wenn die Preise steigen, war Kaltenegger überzeugt.