EUROSOLAR AUSTRIA

Österreich muss deutlich gegen unsichere Atomkraftwerke vorgehen

Wien/ Waidhofen/Th., 18. 07. 2009

 Pressemitteilung

Österreich muss deutlich gegen unsichere Atomkraftwerke vorgehen

Utl.: Auch „westliche Technik“ nicht sicher

In unseren Nachbarländern wird mehr als nicht nur laut über den Ausbau bestehender Atomkraftwerke nachgedacht, so gibt es zum Beispiel konkrete Pläne für weitere Blöcke beim AKW Temelín und beim AKW Mochovce, so der Stv. Vorsitzende von EUROSOLAR AUSTRIA, Ing. Martin Litschauer. Gegen diese Pläne muss entschieden aufgetreten werden, stattdessen wird die Österreichische Bevölkerung unausreichend über die Gefahren dieser grenznahen Atomkraftwerke und die Einspruchsmöglichkeiten aufgeklärt. Dies muss ein Ende haben, es kann nicht sein, die z.B. die Niederösterreicher nur zufällig auf die UVP-Beteiligungsmöglichkeiten aufmerksam werden, wenn sie die Landeshomepage gründlich durchsuchen. Die neuen Blöcke im AKW Mochovce ist nicht einmal ein Containment geplant, damit sind nicht nur die Auswirkungen bei einem möglichen Unfall höher, das Kraftwerk ist auch gegen Flugzeugabstürze unausreichend geschützt, so Litschauer weiter.

Auch „westliche Technik“ nicht sicher

Wie der Störfall am 4. Juli 2009 im AKW Krümel bei Hamburg zeigt, ist auch „westliche Technik“ nicht sicher. Immer wieder werden Fehler gemacht, oder es versagt die Technik, sowohl bei östlicher als auch westlicher Technologie, so gesehen ist es ein Hohn von Atomsicherheit zu sprechen, viel mehr müssen wir von Unsicherheit und größerer Unsicherheit sprechen, denn wirklich sicher ist kein einziges Atomkraftwerk der Welt, so Litschauer.

Wir brauchen in Österreich eine aktive Anti-Atom-Politik, die klar macht, dass wir keine atomaren Risikopotentiale an unseren Grenzen akzeptieren, das Risiko das von möglichen Terroranschlägen auf Atomanlagen, von möglichen Unfällen oder von der Lagerung des Atommülls ausgeht, ist viel zu hoch, um es einzugehen. Die Unfälle und Störfälle in zahlreichen Anlagen auch in Frankreich, Schweden oder Belgien sprechen für sich.

Weiter darf nicht akzeptiert werden, dass Atomkraftwerkbetreiber gegenüber anderen Stromerzeugern dadurch bevorzugt werden, dass Kosten für die Endlagerung übernommen werden und das der Brennstoff „Uran“ um Gegensatz zu Kohl, Öl und Gas nicht besteuert wird. Dieser Wettbewerbsnachteil darf von Österreich nicht weiter akzeptiert werden und muss von unserer Regierung in allen Ebenen der EU bekämpft werden, so Litschauer weiter.

In weitere Folge müssen auch die EURATOM-Beiträge von Österreich eingestellt werden, diese Gelder sollen besser in die Forschung und Verbesserung Erneuerbarer Energieträger fließen. Es ist überhaupt nicht einzusehen, warum Österreich Euratom-Beiträge unter dem Vorwand der Verbesserung der Sicherheit von Atomanlagen leistet. Für Autohersteller gibt es ja auch keinen internationalen Geldtopf, damit Sicherheitsgurte oder Airbags verbessert werden. Betreibern von Atomkraftwerken muss klar sein, dass man sich bei den Sicherheitsvorschriften am Stand der Technik orientieren muss und dass die Nachrüstungen auf deren Kosten per Verordnung der Atombehörden zu erfolgen haben. Es kann nicht sein, dass der Österreichische Steuerzahler für die Nachrüstung von Atomkraftwerken zahlen soll, damit die Betreiber noch höhere Gewinne machen. Wir können die Atomkraft zu 100% durch Erneuerbare Energie ersetzen, das gibt es keinen vernünftigen Grund warum diese Industrie bevorzugt werden soll und warum wir dieses Risiko weiter eingehen sollten, so der Stv. Vorsitzende Litschauer abschließend.

Rückfragen:             Ing. Martin Litschauer, EUROSOLAR AUSTRIA www.eurosolar.at

                        Tel.: +43-676-5032334, e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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