EUROSOLAR AUSTRIA

EUROSOLAR Austria fordert Förderung von Elektroautos statt Verschrottungsprämie

Wien/ Waidhofen/Th., 18. 01. 2009

 Pressemitteilung

EUROSOLAR Austria fordert Förderung von Elektroautos statt Verschrottungsprämie

Utl.: Deutsches Modell ist eine enorme Ressourcenvernichtung

Nachdem in Deutschland intensiv über eine Verschrottungsprämie für "Altautos" diskutiert wurde, um der Autoindustrie zu helfen, ist diese Diskussion nun auf Österreich übergeschwappt. Die Verschrottungsprämie, welche mit einer Höhe von 2500 € für 9 Jahre alte Autos angedacht ist, soll der Neukauf von Kraftfahrzeugen angekurbelt werden. Diese Prämie ist jedoch aus verschiedensten Gründen entschieden abzulehnen. Bei diesem Modell ist nicht sichergestellt, dass die „geförderten“ neuen Autos tatsächlich weniger Abgase ausstoßen, als die alten Autos, da der Verbrauch pro Kilometer in den letzen Jahren durch die immer schwereren Modelle kaum gesunken ist. Hinzu kommt, dass bei der Produktion von neuen Autos die Umwelt mit bis zu 20 Tonnen CO2 pro Fahrzeug belastet wird. Bei einem Verbrauchsunterschied von 1 Liter auf 100 km kann die „graue Energie“ bei einer durchschnittlichen Produktionsbelastung von 10 Tonnen CO2 pro Fahrzeug erst nach etwa 400.000 km (auf Basis von Diesel) wieder weg gemacht werden, erst danach kann man erst von einer „Einsparung" sprechen.

 

Da diese Kilometerleistung oft nicht erreicht wird, muss man bei einer Verschrottungsprämie für Altautos, die rein auf das Baujahr abzielt, von einer Ressourcenvernichtung auf Kosten der Umwelt sprechen, so der Stv. Vorsitzende von EUROSOLAR Austria, Ing. Martin Litschauer.

 

Wir finden dass diese Verschrottungsprämie nicht Ziel führend ist und fordern stattdessen eine Prämie von 5000 € für Elektroautos, als Anreiz dafür, dass die Autoindustrie tatsächlich Umwelt verträglicher wird. Mit Elektroautos kann nicht nur der Abgasausstoß und damit auch die Feinstaubbelastung reduziert werden, es sinken auch die Lärmbelastung und der Primärenergieverbrauch. Österreich verfügt mit der Datenbank www.elektrotankstellen.net über das dichteste Elektrotankstellennetz der Welt, dies sollte nun auch genutzt werden.

Rückfragen:   Ing. Martin Litschauer

Stv. Vorsitzender EUROSOLAR Austria Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Tel.: 0676-5032334