EUROSOLAR AUSTRIA

Konjunkturpaket muss „Erneuerbar“ sein

Wien/ Waidhofen/Th., 15. 10. 2008

Pressemitteilung

Konjunkturpaket muss „Erneuerbar“ sein

Utl.: Nur eine nachhaltige Wirtschaftspolitik kann eine Trendwende bringen

Wenn Österreich nun von der Finanzwirtschaftskrise getroffen und von der Teuerungswelle gebeutelt wird, dann zeigt das, wir sind noch immer zu sehr von anderen Staat abhängig, so der Stv. Vorsitzende von EUROSOLAR Austria, Ing. Martin Litschauer. Gerade durch teure und unnötige Energie- und Rohstoffimporte wird unsere Volkswirtschaft belastet und die Teuerungsspirale nach oben gedreht. Aus diesem Grund ist es gerade jetzt wichtig, dass das nächste Konjunkturpaket einen nachhaltigen Trend einleitet und auf Kreislaufwirtschaft und Selbstversorgung setzt. Gerade in den Erneuerbaren Energieträgern liegt die Zukunft, deshalb muss nun rasch das erst 2008 beschlossene Ökostromgesetz repariert werden. Das Deutsche Ökostrommodell hat sich als das beste der Welt herausgestellt und muss eigentlich nur kopiert werden, so Litschauer weiter. Mit langfristigen und kostendeckenden Einspeisevergütungen ohne Deckelungen lassen sich Kraftwerksneubauten um mehrere 100 Millionen Euro auslösen, die nicht nur für Beschäftigung sondern auch für weniger Energieimporte und für eine bessere Preisstabilität sorgen werden. Ich frage mich, wo nun die Initiative für die Ökostromnovelle bleibt, nachdem noch vor der letzten Nationalratswahl bei einer Podiumsdiskussion in der oekostrom AG die Teilnehmer alle Fraktionen zugestimmt haben, dass das bestehende Ökostromgesetz keine ausreichenden Rahmenbedingungen bietet. Die Zeit drängt, denn schon jetzt gibt es praktisch keine Rahmenbedingungen, unter denen zum Beispiel Photovoltaikanlagen bis 5 kWp wirtschaftlich betrieben werden können, weil im neuen Gesetz für solche Anlage keine Einspeisetarife vorgesehen sind.

Der nächste Schwerpunkt des Konjunkturpaketes muss sicher bei der Althaussanierung liegen. Durch diese Maßnahmen lassen sich nicht nur der Energieverbrauch und damit auch der Import fossiler Energie reduzieren, es können dadurch auch tausende Arbeitsplätze geschaffen werden. Neben der Dämmung von Gebäuden sollten auch mehr Mittel zur Steigerung der Effizienz der Gebäude und für die Umstellung auf Erneuerbare Energieträger zur Verfügung gestellt werden. Dabei sollte vor allem die direkte Nutzung der Sonnenenergie zur Wärme, Kälte und Stromerzeugung stärker zum Einsatz kommen.

Aber auch im Bereich der Mobilität sollen öffentliche Verkehrsmittel nun noch rascher ausgebaut werden, um den Pendeln mehr und schnellere Alternativen bieten zu können. Im Individualverkehr sollen Elektrofahrzeuge und Elektrotankstellen forciert werden. Diese reduzieren nicht nur den Primärenergieverbrauch sondern wirken der Teuerung entgegen. Ein Peugot 106 electric kann 100 km mit einem Stromverbrauch um 3€ bewältigen und zeigt, dass so Kosten reduziert werden können.

Damit ist eines Klar, wenn wir in Zukunft stabilere Energiepreise und weniger Kapitalabfluss ins Ausland wollen um unsere Volkswirtschaft zu stärken, dann muss das nächste Konjunkturpaket „Erneuerbar“, also ein Energiewendepaket sein. Maßnahmen, wie z.B. das Senken von Steuern auf fossile Energieträger, dürfen der Energiewende nicht entgegen wirken, so der Stv. Vorsitzende Litschauer abschließend.

Rückfragen:            Ing. Martin Litschauer

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