EUROSOLAR AUSTRIA

Reaktorunfall in Tschernobyl jährt sich zum 22. Mal

Wien/ Waidhofen/Th., 26. 04. 2008

 Pressemitteilung

Reaktorunfall in Tschernobyl jährt sich zum 22. Mal

Utl.: Österreichische Regierung lässt Anti-Atom-Politik vermissen

 

Heute jährt sich die Katastrophe im AKW Tschernobyl bereits zum 22. Mal und die Spätfolgen des Unglücks, werden immer sichtbarer. Doch wenn es um die Auswirkungen der radioaktiven Belastung durch Störfälle oder durch den „Normalbetrieb“ geht, dann fehlen weit reichende Initiativen und Untersuchung, so der Stv. Vorsitzende von EUROSOLAR AUSTRIA Ing. Martin Litschauer. Dabei wird immer deutlicher, dass die Atomenergie eine Irrweg und ein zu großes Risiko ist, die Bundesregierung ist aber in der Anti-Atom-Politik auf Tauchstation, meldet sich nicht, wenn es im AKW Temelin einen Störfall nach dem anderen gibt und setzt auch keine Initiativen um den Neubau neuer Reaktoren in unseren Nachbarstaaten zu verhindern.

 

AUSSTIEG aus EUROTOM

 

Statt weiter Gelder in das Euratom-Programm der EU zu investieren und damit die Atomindustrie weiter zu unterstützen, sollten die Gelder besser für den Umstieg auf Erneuerbare Energie investiert werden. Es gibt keinen Grund noch immer Geld in die Atomindustrie zu investieren, auch nicht unter dem Deckmantel der „Sicherheitsnachrüstungen“. Diese sollten einfach verordnet und finanziell von den Betreibern getragen werden, es gibt überhaupt keinen Grund hier noch immer Gelder zuzuschießen, so Litschauer weiter. Viel mehr sollte den Erkenntnissen in Deutschland nachgegangen werden, wo festgestellt wurde, dass im Umkreis von 50 km rund um die Atomkraftwerke die Kinderkrebsrate deutlich erhöht sind, denn auf Basis dieser Erkenntnisse muss auch beim „Normalbetrieb“ von einer Gefährdung der Österreichischen Bevölkerung durch grenznahe Atomkraftwerke ausgegangen werden.

 

Uranvorräte bald erschöpft, Erneuerbare Energie ausreichend verfügbar

 

Es zeichnet sich bereits jetzt ab, dass die Uranvorräte in 60 Jahren erschöpft sein könnten, wenn die Atomkraftwerke in jenem Umfang betrieben werden, wie es jetzt geschieht. Ein nennenswerter Ausbau der Atomkraft ist deshalb auf Grund des Brennstoffmangels gar nicht möglich und die Uranpreise sind in den letzten Jahren bereits deutlich angestiegen. Deshalb muss ab sofort auf die Atomindustrie verzichtet werden, Zuschüsse und Steuerbegünstigungen sowie Haftungsübernahmen von Staaten müssen der Vergangenheit angehören und man wird schnell feststellen dass Atomstrom und diese Begünstigungen sowohl volkswirtschaftlich als auch betriebswirtschaftlich eine der teuersten Energiequellen ist. Mit Hilfe der Erneuerbaren Energie und durch die Steigerung der Energieeffizienz kann der Energiebedarf Umwelt schonend zu 100% gedeckt werden, wenn wir auf einen vernünftigen und dezentralen Mix von Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie setzen.

 

Neue 380kV-Leitungen für noch mehr Atomstrom?

 

Der Atomstromanteil in Österreich ist mit den gestiegenen Stromimporten in den letzten Jahren ebenfalls deutlich gestiegen. Nun gibt es in Niederösterreich neue 380kV-Stromleitungsprojekte nach Tschechien und in die Slowakei, so dass der Import von Strom aus Atomanlagen weiter vorangetrieben werden kann. Statt sich gegen solche Projekte zu stemmen und unsere Nachbarländer von der Energiewende und der Abkehr von der Atomenergie zu überzeugen, sieht die Österreichische Bundesregierung tatenlos zu, wie diese Projekte und der Ausbau des AKW Mochovce weiter vorangetrieben wird. Beim Abschluss des Melker Abkommens wurden vom damaligen Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel einheitliche Sicherheitsstandards für Atomkraftwerke in der EU versprochen. Die Jahre sind ins Land gezogen, es gibt aber keine einheitlichen und verbesserte Standards in der EU und der damalige und der jetzige Bundeskanzler sind auf Tauschstation, statt sich in der EU weitere Verbündete gegen die Atomkraft zu suchen, dabei haben gerade auch Störfälle von Atomkraftanlagen in der EU bewiesen, dass auch die „westliche“ Technik nicht unfehlbar ist und eine große Bedrohung für unsere Bevölkerung darstellt, so der Stv. Vorsitzende abschließend.

Rückfragen:         Ing. Martin Litschauer, EUROSOLAR AUSTRIA www.eurosolar.at

Tel.: +43-676-5032334, e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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